Ampel mit RollstuhlfahrerInnen – Wie könnte so eine Ampel aussehen?

In den letzten Tagen waren die Ampelpärchen DAS Gesprächsthema national und international. Eigentlich zuerst nur als Versuch geplant ist inzwischen fix, dass die Ampelpärchen bleiben.

Von Anfang an gab es Stimmen, dass es doch auch sehr nett wäre, wenn RollstuhlfahrerInnen an die Tafeln kämen. (Ich hab das auch eingebracht). Es gab sogar schon einige Vorschläge online:

oder

Die Vorschläge haben es auch schon in die Medien geschafft.

Auch das Team der Vizebürgermeisterin hat schon reagiert. Jetzt sind wir gespannt, ob es auch realisiert wird.

Ehrende Anerkennung geht an das Magazin für Häfnkultur und Menschenrechte “Blickpunkte”

Die “Ehrende Anerkennung” im Rahmen des Prof. Claus Gatterer-Preis 2015 geht an das Menschenrechte- und Gefangenenmagazin Österreichs “Blickpunkte”, das alle zwei Monate in der Justizanstalt Wien-Mittersteig von Gefängnisinsassen gestaltet wird. (Arichv)

“Die Zeitschrift ist eine wichtige Plattform, auf der Gefangene, besonders im sogenannten ‘Maßnahmenvollzug’, ihre Sicht in Form von Berichten, Kommentaren, Reportagen, Interviews und Essays darlegen können”, informiert die Redaktion.

Ich dürfte Teile der Redaktion kennenlernen und gratulierte zu dieser hervorragenden Zeitschrift und natürlich auch zur Auszeichnung!

Nettes Gespräch mit Marco Schreuder zum Eurovisions Song Contest

Song Contest: 2015 ist das Jahr der Menschen mit Behinderungen

Mit dem Hardcore-Fan des Eurovisions Song Contest, Marco Schreuder, hatte ich das Vergnügen kürzlich ein Gespräch zu haben. Er hat mich für seinen im DerStandard erscheinenden Song Contest Blog interviewt, was wirklich Spaß gemacht hat.

Thema des Interviews war die Frage was der ESC für Minderheiten bewirken kann, wie sich diese präsentieren können und ab wann es zur Freak-Show wird. Aber auch, ob 2015 das Jahr der Menschen mit Behinderungen beim Eurovisions Song Contest wird.

Hier kann man den Blog-Beitrag von Marco Schreuder nachlesen.

Ampelpärchen verdienen einen Werbepreis!

Ampelpärchen / Foto: Stadt Wien

Ein Volltreffer gelang Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (GRÜNE) mit der von ihr initiierten Aktion Ampelpärchen. Zur Aktion – die am 12. Mai 2015 startete – heißt es:

Da die Menschenrechtsstadt Wien in den kommenden Wochen rund um Life Ball, Song Contest und Regenbogenparade ganz besonders im Zeichen der Weltoffenheit steht, werden die Ampel-Paare die Vielfalt der Wienerinnen und Wiener zum Thema machen: Neben Mann-Frau- werden auch Männer- und Frauen-Paare auf den Wiener Ampeln sichtbar sein.

Auch wird bis Sommer in einer Studie erforscht, ob es ein Beitrag zur Verkehrssicherheit ist.

Auch mit RollstuhlfahrerInnen?

Ich fand das eine gute Idee, die man auf andere Gruppen (wie behinderte Menschen) ausweiten könnte. Innerhalb kürzester Zeit erreichten mich mehrere Anfragen, ob es auch Sujets mit RollstuhlfahrerInnen gibt oder geben wird. Ich hab gleich mal nachgefragt:

Und siehe da – es bestehen Chancen darauf. Ich würde mich über dieses Zeichen freuen!

Werbewert extrem hoch

In vielen Ländern wird über diese Aktion berichtet; häufig mit der Erwähnung des weltoffnen Image das die Stadt Wien transportieren will. Gekostet hat die Aktion nur rund 63.000 Euro!

Eröffnung der Station “Bus für alle” des ersten Wiener Protestwanderwegs

Eröffnung Protestwanderweg

Am 6. Mai 2015 wurde die Station “Busse für alle!” eröffnet. Dies ist nun die 16. Station des Protestwanderwegs. Die Zielsetzung des Protestwanderwegs ist es, Widerstand, Protest, Zivilcourage und Solidarität im Wiener Stadtbild sichtbar zu machen.

Im Vorfeld wurde vom Zentrum Polis bei uns Infos eingeholt, ich wurde interviewt und wir wurden auch zur Eröffnung eingeladen. War schon schön sich an diesen erfolgreichen Kampf um Menschenrechte zu erinnern.

Protestwanderweg / Eröffnung Station "Bus für alle"

Protestwanderweg / Eröffnung Station "Bus für alle"

Wie die neue Rechtschreibung einen Firmenname beschädigen kann

Werbeschild in Krems zur Schifffahrt

Mit der Rechtschreibung hab ich so meine Probleme. Aber selbst mir ist vor wenigen Tagen in Krems ein Schild aufgefallen, wo Schifffahrten bei der Brandner Schiffahrt angeboten wurden.

Schiffahrt oder Schifffahrt

Wie nun?

Da war ich nun kurz verwirrt. Ist da am Plakat ein Fehler passiert oder gibt es einen Hintergrund, dass Schifffahrt einmal mit 2 und dann mit 3 “f” geschrieben wurde?

Ich glaube es dürfte sich so zugetragen haben.

Als das Unternehmen “BRANDNER Schiffahrt GmbH” benannt wurde, galt alte Rechtschreibung und damals war klar, dass dies nur als “Schiffahrt” geschrieben werden kann.

Mit der neuen Rechtschreibung erfolge bei Dreifachkonsonanten folgende Änderung:

Dreifachkonsonanten standen nach der alten Rechtschreibung nur dort, wo der folgende Bestandteil eines zusammengesetzten Wortes mit einer Konsonantenkombination beginnt: Sauerstoffflasche, Werkstatttreppe. Beginnt der folgende Wortbestandteil mit nur einem Konsonanten, der dem vorangehenden Doppelkonsonanten gleicht, so wurde in der Zusammensetzung einer der drei gleichen Konsonanten weggelassen.

In der reformierten Schreibung bleiben immer alle drei Konsonanten erhalten, so dass Dreifachkonsonanten jetzt recht häufig auftreten, beispielsweise in Schifffahrt, …

(Quelle: Wikipedia)

Und so dürfte es gekommen sein, dass der Firmenname plötzlich “falsch” geschrieben werden muss. Es bleibt die Frage, wie man in so einem Fall umgehen soll. Unternehmen umbenennen? Mir wurde erstmals durch dieses Beispiel bewusst, dass Rechtschreibung auch einen Firmennamen beschädigen kann.

Gratulation an Bernt Koschuh zum Concordia-Preis für Menschenrechte / @BerntKoschuh von @oe1journale

Verleihung der Concordia-Preise 2014 an Bernt Koschuh

Am 29. April 2015 fand im Parlament die Preisverleihung an Bernt Koschuh statt, der mit dem Concordia-Publizistikpreis 2014 für Menschenrechte ausgezeichnet wurde. (Ö1 berichtete)

Koschuh, der sich selbst nicht als Menschenrechtsaktivist, sondern als Journalist sieht, der über Menschenrechtsthemen berichtet, lenkte die Aufmerksamkeit in seinen Dankesworten auf genau diejenigen Menschen, deren Schicksale und Geschichten er in seinen Reportagen offenlegte

Quelle: Parlamentskorrespondenz / Foto: Parlamentsdirektion / Johannes Zinner

Bei der Preisverleihung meinte der Ö1-Redakteur aus dem Chronik-Ressort, seine Beiträge lebten von den vielen Informationen und der Gesprächsbereitschaft der Interviewten und er führte in seiner Dankesrede aus:

Sie sind alle auch Experten in eigener Sache und sie haben es besser auf den Punkt gebracht, als ich das je könnte.

Auch wenn dieser Satz sicher ein Fünkchen Wahrheit hat muss man sagen: So ganz stimmt das nicht.

Er gehört zu den ganz großen österreichischen Journalisten und es liegt primär an ihm, welche Beiträge er wie aufbaut und welcher Themen er sich annimmt. Auch zeigt es, wie er genau hinhört und das seine Geschichten nicht schon vor den Interviews fertig sind (was ja leider immer wieder bei KollegInnen vorkommt).

In diesem Sinne: Gratulation zum Concordia-Preis für Menschenrechte!

P.S.: Es ist sicher kein Zufall, dass er beim Qualitätsmedium Ö1 arbeitet. 😉

Und wenig später erhielt er auch noch den Robert-Hochner-Preis.

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