Welcher Spinner verschickt schon 10.000 Tweets? Ich beispielsweise.

Startseite meines Tweeted-Accounts Februar 2015

Seit dem Jahr 2008 verwende ich nun den Kurznachrichtendienst Twitter. Christiane Link zeigte mir damals dieses Service und ich war zuerst – wie viele die mit Twitter starten – eher ratlos, was man damit machen kann. Doch mit der Zeit änderte sich das. Anfangs tweetete ich nur relativ wenig. In meinem Resümee nach 4 Jahren hielt ich allerdings schon fest:

Aus heutiger Sicht ist aber Twitter genau jenes Medium für mich geworden, wo ich Infos schnell verbreiten kann und umgekehrt auch sehr schnell informiert werde.

Ich war immer erstaunt, wenn Leute schon tausende Tweets verschickt haben. Was für “Spinner” müssen das sein?, dachte ich mir manches Mal.

10.000 Tweets am 28. Februar 2015

Kürzlich bemerkte ich, dass mein Tweet-Zähler auch schon knapp vor 10.000 stand! Nun gehöre ich also “offiziell” zu dem Kreis von “Spinnern”, die sogar eine 5 stellige Anzahl von Tweets versandt haben. :-)

Was jetzt nach sehr viel klingt, ist es gar nicht. Ich hab mir ausgerechnet, dass ich seit Beginn meiner Twitter-Nutzung vor 7 Jahren durchschnittlich 4 Tweets pro Tag gepostet habe. Also recht überschaubar, wenn auch die Anzahl meiner Tweets pro Tag in letzter Zeit etwas zunimmt.

Immer wenn sich ein Artikel nicht auszahlt, aber die Info eigentlich doch für eine Vielzahl von Menschen relevant sein könnte, tweete ich sie. Das funktioniert recht gut und die Rückmeldungen sind äußerst positiv. Natürlich verbreite ich auch Links zu Artikel, die ich für lesenswert halte. Spannend auch immer wieder zu sehen, welche Diskussionen sich auf Twitter ergeben und mit wem man da ins Gespräch kommt.

Mein erster Tweet war übrigens am 3. Mai 2008 – und so sah er aus.

Mein Twitter-Account in Zahlen

Analytics meines Twitter-Accounts: Februar 2015

Twitter funktioniert für mich sehr gut und ist mir sogar lieber als Facebook. Ich würde nicht so viel twittern, wenn meine Tweets niemand lesen würde. ;-)

Das denke ich mir zum Internationalen Tag der Muttersprache

Kinder haben Rechte! ÖGS als Erstsprache (Foto: Ing. Lukas Huber)

Kinder haben Rechte! ÖGS als Erstsprache (Foto: Ing. Lukas Huber)


Heute – am 21. Februar – ist der Internationale Tag der Muttersprache.

Dieser von der UNESCO ausgerufener Gedenktag zur „Förderung sprachlicher und kultureller Vielfalt und Mehrsprachigkeit” wird seit dem Jahr 2000 jährlich begangen.

Österreichische Gebärdensprache

Die Österreichische Gebärdensprache (ÖGS) ist seit September 2005 in der Verfassung festgeschrieben. Mit BGBl. I Nr. 81/2005 wurde die Anerkennung der Österreichischen Gebärdensprache in Art. 8 Abs. 3 B-VG im Bundesgesetzblatt kundgemacht. Dort steht seither:

“(3) Die Österreichische Gebärdensprache ist als eigenständige Sprache anerkannt. Das Nähere bestimmen die Gesetze.”

Trotz dieser Verfassungsbestimmung und trotz der Ratifizierung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen durch die Republik Österreich 2008 wird die Österreichische Gebärdensprache im Bildungssystem kaum beachtet.

Das muss sich dringend ändern, denn Kinder haben Rechte!

Auf der Titelseite vom Augustin

Eigentlich kommt es nicht selten vor, dass ich da oder dort in den Medien erwähnt werde. In der Regel ist das allerdings keine große Überraschung, weil vorher meist ein Interview mit mir oder eine Presseaussendung von BIZEPS erfolgte.

Doch dieses Monat überraschte mich die Wiener Straßenzeitung Augustin. Wir hatten denen im Dezember bei einem Training von E-Rolli Fußball ein Interview während eines Trainings gegeben. (Siehe Bericht)

Nun fand ich ein Foto von mir in der Februar-Ausgabe 2015 am Cover; was dann doch sehr überraschend war. :-)

Der Augustin wird in Wien anscheinend häufig gelesen und ich bekam daher eine Reihe von Reaktionen auf Facebook und Twitter. Hier 2 exemplarische Erwähnungen.

Komische Formulierung

Auszug aus Bericht der Volksanwaltschaft

Manches Mal gibt es Formulierungen, die zwar nicht böse gemeint sind, aber trotzdem sehr komisch wirken. Eine besonders missverständliche kam mir kürzlich unter.

Auszug aus dem Bericht der Volksanwaltschaft

Wo hab ich diese Formulierung gelesen? Es steht im Prüfungsbericht des Landes Steiermark (Seite 9) der Volksanwaltschaft von Jänner 2015. Zitat aus der Einleitung:

“Im Juli 2012 erhielt die VA den verfassungsgesetzlichen Auftrag, präventiv ausgerichtete Aufgaben zu übernehmen und die Einhaltung der Menschenrechte und der Rechte von Menschen mit Behinderung in Österreich zu schützen und zu fördern.”

Aber auch auf der Homepage des Parlaments findet sich so eine Formulierung.

Beispiele von Reaktionen

Nicht nur ich fand diese Formulierung höchst problematisch, wie man an diesen Beispielen der Reaktionen ablesen kann.

Die Stadt gehört doch nicht mir?

Wiener Linien: Die Stadt gehört Dir.

Jedes Mal wenn ich mit der U-Bahn fahre, schaue ich zuerst auf updownvienna.com nach, ob die von mir benötigten U-Bahn Aufzüge auch funktionieren. So sehe ich auf einen Blick, ob ich meine Route umplanen muss. Das ist sehr hilfreich!

Am 27. Jänner 2015 stand ich allerdings vor dem Aufzug beim Schottentor (zur Oberfläche) und mir bot sich folgendes Bild.

Defekter Aufzug Schottentor

Schnell war klar, dass es sich nicht um einen kurzfristigen Ausfall handelte. Dies ist um so ärgerlicher, weil es die einzige Möglichkeit für mobilitätsbehinderte Fahrgäste ist an die Oberfläche zu gelangen.

Wem gehört der Aufzug? Mir oder Mir?

Dieser Aufzug dürfte einer der wenigen im U-Bahn Netz sein, der nicht durch das System der Wiener Linien überwacht wird; vermutete ich. Mein Bruder fragte gleich mal per Twitter nach.

Ich habe Verständnis für defekte Aufzüge – sowas kann immer mal passieren und gerade in Wien werden die in der Regel recht schnell wieder gerichtet. Aber in diesem Fall liegt die Sache doch etwas anders.

Seit Jahren werben die Wiener Linien mit dem Spruch “Die Stadt gehört Dir.” Dies ist auch korrekt, da die Wiener Linien als Teil der Wiener Stadtwerke im Eigentum der Stadt Wien stehen.

Wem gehört nun aber dieser defekte Aufzug? Ich gehe davon aus, dass dieser Aufzug der Stadt Wien (allerdings halt nicht den Wiener Linien) gehört. Und was nun? Bekommen mobilitätsbehinderte Menschen die notwendigen Störungsinfos nicht, weil die stadteigenen Wiener Linien und die Stadt Wien bisher keinen Weg zur Zusammenarbeit gefunden haben?

Hier besteht dringender Handlungsbedarf!

Monitoringausschuss bringt Zitate zum Maßnahmenvollzug

Der Unabhängige Monitoringausschuss zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen veröffentlichte am 19. Jänner 2015 eine Stellungnahme zur Ist-Situation und Prävention im Maßnahmenvollzug, die auch ausführlich dort untergebrachte Personen zitiert.

“Die überfällige Reform des Maßnahmenvollzugs muss jedenfalls drei Hauptbereiche umstrukturieren”, heißt es dazu in der Stellungnahme und es wird ausgeführt:

  • Spezifische und rasche Unterstützung für jene, die auf Grund der bestehenden Regelungen Opfer von struktureller Gewalt wurden, sowie ein adäquates Übergangsszenario für deren rasche Entlassung;
  • eine Reform der Einweisungskriterien mit Standards für die Begutachtung, sowie
  • umfassende Maßnahmen von Gesundheits-, Sozial- und Jugendressorts zur Prävention der Eskalationsneigung in Einrichtungen, sowie Gewalterfahrungen und psychiatrischen Vorgeschichten.

(Kürzlich brachte auch das Justizministerium seinen Abschlussbericht der Arbeitsgruppe „Reform des Maßnahmenvollzugs“ heraus.)

Zitate auf Twitter

Der Monitoringausschuss begann nun mit einer Aktion auf Twitter zum Maßnahmenvollzug. Unter dem Hashtag #ZitateMV werden in den kommenden Tagen eine Vielzahl von Zitaten verbreitet. Hier ein Beispiel.

P.S.:
Als Teil des Monitoringausschusses hatte ich in den letzten Wochen Gelegenheit mich intensiver mit diesem Thema zu beschäftigen und hoffe, dass hier umgehend Verbesserungen sowie tiefgreifende Veränderungen im System durchgeführt werden.

Ausgewählte Reaktionen

“Gekaufte” Zeitungen

"Gekauften" Zeitungen

“Die Erste Bank hat ihre neue Plattform für Online-Banking ‘George’ vorgestellt”, berichtete DerStandard kürzlich.

Zu diesem Anlass hat sich die ERSTE-Bank (sie steht hinter “George”) die Titelseiten von HEUTE und ÖSTERREICH gekauft. Ich habe bei solchen Aktionen immer Bauchweh. Natürlich müssen Zeitungen Inserate verkaufen um zu existieren. Sich allerdings die Seite 1 völlig abkaufen zu lassen, empfinde ich redaktionell einfach unterirdisch.

Zeitungen sollten – so finde ich – Werbung haben, damit der Text finanzierbar wird. Aber muss Grenzen geben.

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