Die Stadt gehört doch nicht mir?

Wiener Linien: Die Stadt gehört Dir.

Jedes Mal wenn ich mit der U-Bahn fahre, schaue ich zuerst auf updownvienna.com nach, ob die von mir benötigten U-Bahn Aufzüge auch funktionieren. So sehe ich auf einen Blick, ob ich meine Route umplanen muss. Das ist sehr hilfreich!

Am 27. Jänner 2015 stand ich allerdings vor dem Aufzug beim Schottentor (zur Oberfläche) und mir bot sich folgendes Bild.

Defekter Aufzug Schottentor

Schnell war klar, dass es sich nicht um einen kurzfristigen Ausfall handelte. Dies ist um so ärgerlicher, weil es die einzige Möglichkeit für mobilitätsbehinderte Fahrgäste ist an die Oberfläche zu gelangen.

Wem gehört der Aufzug? Mir oder Mir?

Dieser Aufzug dürfte einer der wenigen im U-Bahn Netz sein, der nicht durch das System der Wiener Linien überwacht wird; vermutete ich. Mein Bruder fragte gleich mal per Twitter nach.

Ich habe Verständnis für defekte Aufzüge – sowas kann immer mal passieren und gerade in Wien werden die in der Regel recht schnell wieder gerichtet. Aber in diesem Fall liegt die Sache doch etwas anders.

Seit Jahren werben die Wiener Linien mit dem Spruch “Die Stadt gehört Dir.” Dies ist auch korrekt, da die Wiener Linien als Teil der Wiener Stadtwerke im Eigentum der Stadt Wien stehen.

Wem gehört nun aber dieser defekte Aufzug? Ich gehe davon aus, dass dieser Aufzug der Stadt Wien (allerdings halt nicht den Wiener Linien) gehört. Und was nun? Bekommen mobilitätsbehinderte Menschen die notwendigen Störungsinfos nicht, weil die stadteigenen Wiener Linien und die Stadt Wien bisher keinen Weg zur Zusammenarbeit gefunden haben?

Hier besteht dringender Handlungsbedarf!

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